Philharmonia Chor Stuttgart (Dirigent: Johannes Knecht) und das Johann Friedrich Fasch-Ensemble Halle im Eröffnungskonzert des 19. DCF 2017, Foto: Anne König19. DCF in Magdeburg „31 Chöre haben die Stadt in Atem gehalten“

Vom 28. April bis zum 01. Mai hat in Magdeburg das 19. Deutsche Chorfestival stattgefunden. Mehr als 1.000 Chorsängerinnen und -sänger sind aus der ganzen Bundesrepublik in die Stadt an der Elbe gereist und haben sie gemeinsam mit zahlreichen Solisten und zwei Orchestern in 12 Konzerten und etlichen Begleitveranstaltungen unter dem Festivalmotto „Welt in Atem“ zum Klingen gebracht. Der Präsident des ausrichtenden Verbandes Deutscher KonzertChöre, Professor Ekkehard Klemm, zeigte sich von der hohen Qualität und der musikalischen Leistung der Festivalchöre begeistert und lobte die Aufgeschlossenheit des Magdeburger Publikums für Chormusik: „Wir sind außerordentlich erfreut und überrascht darüber, dass unser Angebot, ein Chorfestival in Magdeburg zu gestalten, auf ein so großes Echo gestoßen ist. Und es hat uns natürlich mehr als gefreut, dass die Magdeburger mitgetan haben und Angebote wie den Flashmob oder das Familienkonzert genauso angenommen haben, wie die Angebote, bei denen die Piano-Kultur des Singens im Mittelpunkt stand.“

Sowohl in etablierten Konzertsälen, wie der Johanniskirche, dem Opernhaus oder dem Gesellschaftshaus sind Chöre aufgetreten. Auch an zunächst ungewöhnlich erscheinenden Stätten wie dem Allee-Center, bei vier Klang-Treff-Punkten in der Innenstadt oder bei einem Stadtrundgang mit Chormusik, wurde gesungen.

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Den letzten Ton des Festivals sang am Montag, 1. Mai in der Matinee zur Verleihung des Georg-Friedrich-Händel-Ringes das Vocal Concert Dresden unter Leitung von Peter Kopp. Mit Theodorakis' Zyklus "Liturgie Nr. 2" gelang dem Ensemble eine inhaltlich und künstlerisch beeindruckende Aussage. Das Werk fügte dem Festivalmotto "Welt in Atem" ein markantes Ausrufezeichen zu.

Eine fantastische Vielfalt chorischer Werke von Komponisten unseres Jahrhunderts hatte zuvor der Kammerchor CONSONO aus Köln unter Leitung von Harald Jers im selben Konzert geboten. Feinst ausbalancierte Akkorde, Klangnuancen und dynamische Entwicklungen erfüllten den Kaiser-Otto-Saal zur Faszination des Publikums. Nach der bewegenden Übergabe des Georg-Friedrich-Händel-Ringes an seinen neuen Träger Prof. Jörg-Peter Weigel war der MonteverdiChor München unter Leitung von Konrad von Abel zu erleben, der dem Programm mit einem breit gespannten Repertoirebogen zusätzlichen Reiz verlieh.

Inzwischen sind die Chöre in ihren Heimatorten angelangt. Was bleibt - in der Stadt Magdeburg und in den Herzen und Köpfen des Publikums sowie der beteiligten Sängerinnen und Sänger - sind Erinnerungen, Klänge, Emotionen und Bilder an das Erlebte. Chormusik auf diesem Niveau erleben zu dürfen, ist eine unendlich tiefe Bereicherung unseres Lebens. Wir werden uns noch lange voller Bewunderung daran erinnern.

VDKC, Ralf Schöne
01.05.2017

Die ersten drei Festivalkonzerte sind gestern in toller Atmosphäre erklungen. Kuppelsaal des Hegel-Gymnasiums, Johanniskirche und die zu nächtlicher Stunde wundervoll illuminierte St.-Petri-Kirche boten eindrucksvolle Kulissen für die Chöre, die dem Thema "Welt in Atem" in ihren Konzertprogrammen auf berührende Art und Weise nachgingen.

Der Kartenvorverkauf für die beiden Nachtkonzerte am Samstag und für das Finale am Montag im Kulturhistorischen Museum ist zur Zeit noch möglich. Für alle anderen Konzerte mit Eintritt sind noch Karten an der Abend-/Tageskasse erhältlich. 

VDKC
29.04.2017

So kurz vor Beginn des Chorfestivals steigen auch die Chöre in eine intensive Probenphase ein. Der Philharmonia Chor Stuttgart zum Beispiel nimmt sich noch einmal ein ganzes Wochenende Zeit dafür. Das Ensemble aus Schwaben bestreitet u.a. einen Teil des Eröffnungskonzerts Aus der Magdeburger Schatztruhe in der Johanniskirche. Ursula Hofmeister, Geschäftsführerin des Philharmonia Chores, weiß, dass zwar Vieles zu planen geht, aber immer ein Rest an Spannung bleibt: „Man muss bei den Vorbereitungen zu so einer Reise und bei den Proben vor allem flexibel bleiben. Es kommen immer nochmal neue Ideen und Wünsche auf, die auch berücksichtigt werden müssen. Es soll ja jeder gerne mitfahren.“

Die Stuttgarter freuen sich vor allem auf die Festivalatmosphäre und wollten deshalb in Magdeburg dabei sein. „Unsere Erfahrungen beim letzten Chorfestival 2013 in Zwickau waren ausschlaggebend für unsere Entscheidung“, erklärt Ursula Hofmeister. „Bei einem Festival ist es einfach toll, dass man andere Chöre, andere Werke und andere Interpretationen hören kann. Und auch, dass der Konzertsaal in die Stadt getragen wird, gefällt uns sehr. Wir erhoffen uns in Magdeburg schöne Musik und schöne Begegnungen. Festival, das heißt für uns: aufeinander hören und aufeinander zugehen.“

VDKC, Kerstin Herrn
26.04.2017

In den letzten Tagen wird es zunehmend eng im Büroraum des Magdeburger Gesellschaftshauses, den der VDKC für die Vorbereitung des 19. Deutschen Chorfestivals dort nutzen kann. Fahnen, Faltblätter, Plakate, Kisten mit Utensilien, Notenpulte, Podeste, Mappen und vieles mehr stapeln sich dort.

Schon bald werden all diese Dinge im Einsatz sein. Bis dahin heißt es: sortieren und den Überblick nicht verlieren.

VDKC
25.04.2017

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