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Auf Antrag des VDKC wurde im Rahmen der entsprechenden UNESCO-Konvention die „Chormusik in deutschen Amateurchören" in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

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Start Service Beiträge des VDKC Neu im Notenarchiv des VDKC: Chormusik von Lothar Voigtländer
Neu im Notenarchiv des VDKC: Chormusik von Lothar Voigtländer Drucken E-Mail

Chormusikalisches Œuvre zu entdecken

Thumbnail imageAm 3. September 2023 wurde Lothar Voigtländer 80 Jahre alt. Der in Leisnig geborene Komponist kam über den Dresdner Kreuzchor und den prägenden Einfluss Rudolf Mauersbergers zum Studium nach Leipzig in den Fächern Komposition bei Fritz Geißler und Dirigieren bei Rolf Reuter. Nach Tätigkeiten am Theater in Stendal und einer Meisterschülerzeit an der Akademie der Künste Berlin (Ost) bei Günther Kochan widmete er sich bald ausschließlich dem Komponieren und war ein Pionier innerhalb der ambitionierten neuen und insbesondere der elektronischen Musik in der DDR. Gemeinsam mit Georg Katzer initiierte er die „Gesellschaft für elektro-akustische Musik“, er erhielt Preise bei Wettbewerben und arbeitete in Bourges, Bratislava, Budapest, Hilversum, Zürich, Basel und Freiburg in den entsprechenden Studios.

Parallel hierzu schrieb er sinfonische Musik, darunter drei Sinfonien, drei Orchestermusiken, viel Kammermusik, Oratorien, Orchesterlieder, Orgelmusik und sehr viel Chormusik. Voigtländer gründete eigene Konzertreihen, war 1992 Gastprofessor in Paris und von 2001 an Honorarprofessor für Komposition an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. In den Jahren 1990 bis1996 war er Präsident des Berliner Komponistenverbandes, 2006 bis 2016 Mitglied im Aufsichtsrat der GEMA, 2007 bis 2012 Vizepräsident und 2012 bis 2013 Präsident des Deutschen Komponistenverbandes. 2015 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz, 2016 die Ehrennadel der GEMA verliehen. Für seine „Else-Lasker-Schüler-Lieder“ erhielt er 2010 den 1. Preis beim Gustav-Mahler-Kompositionswettbewerb in Wien, nachdem er bereits in den 70er Jahren sechsmal in Bourges mit Preisen für elektronische Kompositionen ausgezeichnet worden war.

Eine besonders intensive Verbindung entstand in den letzten Jahrzehnten zu seinem langjährigen Wirkungsort Dresden, wo sich mit der Singakademie Dresden ein Amateurchor vielfach mit der anspruchsvollen Musik des Komponisten auseinandersetzte und auch das Oratorium „MenschenZeit“ nach Texten von Eugène Guillevic uraufführte (2007). Im Folgenden ist eine kurze Übersicht von Chorwerken aus der Feder von Lothar Voigtländer aufgeführt, die auch von Laienchören zu bewältigen sind und vielfach aufgeführt wurden. Ansichtsmaterial zu den Kompositionen ist im Notenarchiv des Verbandes einzusehen. Der VDKC befindet sich in Verhandlungen mit dem Komponisten, der Teile seines Archivs zur Verfügung stellen möchte, so dass Chöre das Notenmaterial über den VDKC ausleihen können.

Am Ende des Regenbogens
Die bei Edition Peters veröffentlichte Sammlung von A-cappella-Sätzen entstand zwischen 1978 und 1982 nach Texten von Uwe Berger, Eva Strittmatter, Christian Morgenstern, Heinz Kahlau, Richard Rive, Wolfgang Tilgner und Manfred Streubel. Mit Sprechgesang, begrenzt aleatorischen und polyrhythmischen Strukturen entsteht im Kontext zu einer ambitionierten Harmonik ein vielfarbiges, pointiertes, lyrisch-heiteres Tableau, das für den ambitionierten Laienchor geschrieben ist.

Thumbnail imageDrei Gesänge nach Ketschua-Lyrik
Diese Komposition befindet sich im gleichen Band der Edition Peters, ist dem Universitätschor Berlin und seinem damaligen Leiter Prof. Peter Vagts gewidmet. Dem Chor sind ein Marimbaphon, ein Gongspiel sowie weitere Schlaginstrumente und ein Zuspielband gegenübergestellt. Voigtländer arbeitet mit Akkordschichtungen und Clustern, es entsteht ein intensiv bewegtes Klangbild zum Thema Sonne, Regen, Saat und Ernte, ein Hymnus auf das Werden und Vergehen.

Menschen und Zeit (Les hommes et le temps)
Dieser Zyklus von sieben Gesängen a cappella wurde 1998 vom „ars-nova-ensemble“ Berlin unter Leitung des Komponisten uraufgeführt und ist ein Ergebnis der Auseinandersetzung mit der Lyrik des französischen Dichters Eugène Guillevic, den Voigtländer bei seinen Aufenthalten in Frankreich kennengelernt hatte. Der Text changiert zwischen dem Original und der Übersetzung von Paul Wiens hin und her. Auch hier dominieren ambitionierte, aber durchaus für Laien realisierbare harmonische Strukturen, Abschnitte mit Sprechgesang und polyrhythmische Passagen. Die für den Komponisten typische emotionale Herangehensweise macht das Werk zu einem eindrücklichen 20-minütigen Zyklus neuer Chormusik.

Thumbnail imageGaudete – Missa: Puer natus est
Bei dieser Kantate handelt es sich um eine moderne Auslegung des weihnachtlichen Geschehens, geschrieben für die St. Matthäus Gemeinde in Berlin für zwei Soli, Chor, Orgel und Harfe. Ein Introitus umschließt das Werk, in dessen Zentrum Sopran und Bariton mit den Instrumenten im Mittelpunkt stehen. Das 2016 entstandene Stück erklang zuerst am Auftragsort und wurde zuletzt in Dresden und Radebeul im Kontext zu Beethovens 9. Sinfonie mit dem Chor der Landesbühnen Sachsen unter Karl Bernewitz aufgeführt. Es stellt einen wirkungsvollen Kontrast zur um Weihnachten dominierenden Barockmusik dar, nimmt deren Gestus auf, führt ihn ins Heute und ist durch seine Prägnanz und Kürze für Chöre relativ schnell zu bewältigen. Die avancierten Teile sind insbesondere jene für Soli und Instrumente.

MenschenZeit – Oratorium nach Eugène Guillevic
Dieses ca. 45-minütige Werk entstand als Auftrag für die Singakademie Dresden, die es 2007 mit Sinfonietta Dresden zur Uraufführung brachte. „Ein Stück, gehörig entfernt von der alten Oratoriumsmusik und doch irgendwie darin gebettet. Ein Wurf, der den Sängern und Musikern Maximales abverlangt. Mixturen fallen ins Gewicht, Collagen, Montagen. Was immer passiert, es ist mehrschichtig angelegt. Linearität hat zu schweigen. Posaunensoli – so verrückt wie die von Jericho – lassen ,Mauern aus Stein und Erde' erzittern. Jede Gesangsstimme, vom Sopran bis zum Bass, darf die Expressiva ihrer Anmut, ihrer Traurigkeit, ihres Zorns widerspruchsvoll aussingen. Instrumente und Instrumentengruppen treten aus ihrer Begleitrolle heraus. Markante Choreinwürfe zerklüften die komponierte Landschaft. Polyphonie ist deren Hauptmerkmal. Nichts geht glatt durch“, schrieb der Kritiker Stefan Amzoll nach der Premiere. 2012 folgte eine weitere Aufführung in der Hochschule für Musik Dresden, von der auch eine CD-Produktion vorliegt. Das Stück verlangt relativ groß besetztes Orchester mit viel Schlagwerk, einem ‚Markenzeichen‘ der Orchestermusik des Komponisten. Es führt einen Amateurchor an die Grenzen des Leistbaren, reizt die Skala an harmonischer Belastbarkeit aus, bündelt sie aber zu einem hoch emotionalen Ausdruck, der niemanden kalt lässt.

Thumbnail imageTrällerlieder
In drei Bänden hat Lothar Voigtländer Lieder für Kinderchöre veröffentlicht, die zum Besten gehören, was in diesem Genre vorstellbar ist! Mit viel Witz, Humor, mit lyrischen Passagen bis hin zu Nachdenklichkeit werden alte und neue Texte von Peter Hacks, Dieter Mucke, Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Gustav Falke, Helmut Preißler, Bert Brecht, Heinz Kahlau, Manfred Streubel, Theodor Fontane u.v.a.m. vertont, größtenteils a cappella für 2 bis 3 Stimmen und Soli, teilweise mit Klavierbegleitung. Der 1. Band widmet sich Jahreszeitenliedern, im 2. Band sind Wander-, Natur- und Scherzlieder versammelt, auch Rundgesänge und sogenannte „Berlin-Lieder“. Ein 3. Band beinhaltet etwas ambitioniertere Kompositionen, teilweise auch mit mehreren Instrumenten, so z. B. ein „Ingeborg-Bachmann-Duodram“ für 4-st. Kinderchor, Harfe, Klavier, Schlagwerk und Violoncello. Stilistisch sind die Trällerlieder weitgehend einfach gehalten, allerdings mit anspruchsvollen Taktwechseln und fantasievollen melodischen Wendungen, die aber für regelmäßig arbeitende Kinderchöre schnell und mit viel Gewinn realisierbar sind.

Thumbnail imageSo überlässt der 80-jährige Komponist dem VDKC ein Kompendium von Kompositionen, die gerade unseren Chören eine Fundgrube ambitionierter Chormusik aus dem späten 20. und beginnenden 21. Jahrhundert bietet, und Moderne mit Realisierbarkeit und Emotionalität bestens vereint. Der Autor hat mehrere der Kompositionen, insbesondere das Oratorium, die Ketschua-Gesänge und Ausschnitte der anderen Werke selbst einstudiert und dirigiert.

Ekkehard Klemm
30.10.2023

lothar-voigtlaender.de

Weiterführende Literatur:

  • Albrecht v. Massow u. a. (Hg.): „Ein Prisma ostdeutscher Musik“ – der Komponist Lothar Voigtländer; Köln, Weimar, Wien 2015.
  • Matthias Herrmann (Hg.): „Lothar Voigtländer und sein kompositorisches Werk“, Baden-Baden 2023.
 

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