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Tölzer Knabenchor: Ein vokales Fest des Friedens und der Freude Drucken E-Mail

Gipfeltreffen der vier großen bayerischen Knabenchöre beim Tölzer Knabenchorfestival

Thumbnail imageDas hat es noch nie gegeben: Alle vier bekannten Knabenchöre aus dem Freistaat bei einem Festival vereint. Doch in Bad Tölz war es Ende Mai so weit: Da traten in vier Konzerten en suite der Tölzer Knabenchor, die Augsburger Domsingknaben, die Regensburger Domspatzen und der Windsbacher Knabenchor auf. Dieses einmalige bayerische Gipfeltreffen der schönsten Knabenstimmen des Freistaates brachte eine wunderschöne Vielfalt von Klängen und Werken der Vokalmusik: Die programmatische Reise führte durch ein halbes Jahrtausend mit Kompositionen von Dufay, Sweelinck, de Victoria, Hassler, Gesualdo, Purcell, Monteverdi, Schütz, Scarlatti und der Großfamilie Bach über Mendelssohn, Rheinberger, Bruckner und Reger bis zu zeitgenössischen Komponisten wie Trotta, Busta und Deger sowie auch zu Volksliedern.

Diese besondere bayerische Konstellation beim 6. Knabenchorfestival Bad Tölz vom 25. bis 29. Mai 2022 war eigentlich Corona geschuldet, wie die Geschäftsführerin des Tölzer Knabenchores, Barbara Schmidt-Gaden, erzählte. „Wir mussten das Festival diesmal Corona-tauglich machen, konnten nicht wie in den fünf Festivals davor internationale Chöre einladen, um nicht zu riskieren, dass dann keine Flüge stattfinden und die Chöre aus bestimmten Ländern womöglich auch nicht einreisen dürfen. So haben wir uns auf die ohnedies hervorragende regionale Qualität auf dem Knabenchorsektor konzentriert und alle bayerischen Knabenchöre eingeladen.“ Auch das bisherige Konzept des Festivals, zwei internationale Chöre und die Tölzer „Hausknaben“ nach ihren jeweils eigenen Konzerten zu einem gemeinsamen Singen auf der Konzertbühne zusammenzuführen, musste fallen gelassen werden. Um die Sicherheitsmaßnahmen einhalten zu können, trat jeder Chor für sich in einem extra Konzert auf. Das tat der hervorragenden Qualität und exquisiten musikalischen Stimmung beim Festival aber keinerlei Abbruch.

Den Auftakt machte der Tölzer Knabenchor, der unter der Leitung von Michael Hofstetter prachtvolle vier- bis 15stimmige Motetten von fünf Mitgliedern der Familie Bach sang: von Johann Sebastian Bachs Großonkel Johann Bach und Johann Christoph Bach, seinem Onkel sowie Schwiegervater Johann Michael Bach, dem „Meininger Bach“ Johann Ludwig sowie vom Großmeister Johann Sebastian selbst: „Jesu, meine Freude“! Einige der Werke stammten aus dem sogenannten Altbachischen Archiv, das in den Wirren nach dem Zweiten Weltkrieg als Teil des Gesamtarchivs der Berliner Singakademie in die Hände der Sowjets geriet und für ein halbes Jahrhundert verschollen blieb. Doch vor zwei Jahrzehnten wurde es glücklicherweise im Staatsarchiv der ukrainischen Hauptstadt Kiew wieder gefunden und konnte aus dem heutigen Kriegsgebiet nach Deutschland rücküberstellt werden.

Weiter ging es bei dem Knabenchorfestival Bad Tölz mit den Augsburger Domsingknaben unter der Leitung von Umberto Kostanic, die geistliche Chormusik aus fünf Jahrhunderten unter dem Motto „Verleih uns Frieden!“ boten. Die friedliche musikalische Europareise führt nach Deutschland, Spanien, Italien, England und Flandern. Großartige, innige und prunkvolle Chorwerke (zum Teil mit Orgelbegleitung) aus dem 16., 17., 18., 20. und 21. Jahrhundert von Heinrich Schütz, Tomás Luis de Victoria, Claudio Monteverdi, Carlo Gesualdo, Domenico Scarlatti, Guillaume Dufay und Jan Pieterszon Sweelinck, Henry Purcell, Felix Mendelssohn Bartholdy und dem jungen zeitgenössischen Passauer Komponisten Matthias Deger mit dessen „Ave maris stella“ im harmoniereichen modalen Stil.

Thumbnail imageAuch die geschichtsträchtigen, 975 an der Regensburger Domschule gegründeten Domspatzen, einer der ältesten und traditionsreichsten Chöre der Welt, verbreiteten beim Knabenchorfestival Bad Tölz 2022 mit ihrem Dirigenten Max Rädlinger höchste vokale Freuden. Unter dem Motto „Klänge der Zuversicht“ vereinten die Regensburger prächtige Lobeshymnen ebenso wie leise gesungene Gebete vom gregorianischen Choral über alte Meister bis hin zu moderner zeitgenössischer Literatur. Im Mittelpunkt des Programms standen das prachtvolle „Cantate Domino (Singet dem Herrn)“ des Nürnberger Renaissance-Meisters Hans Leo Hassler sowie die imposante Vertonung des 150. Psalms durch den zeitgenössischen amerikanischen Komponisten Michael John Trotta.

Das Finalkonzert gestaltete der Windsbacher Knabenchor unter der Leitung von Martin Lehmann, der vor seiner Rückkehr zum Dresdner Kreuzchor eines seiner letzten Konzerte mit den Franken dirigierte, mit geistlicher Chormusik vom 19. bis ins 21. Jahrhundert, Motetten Mendelssohn, einem geistlichen Abendlied Josef Rheinbergers, einem Graduale Anton Bruckners, das „Nachtlied“ Max Reger und das „Laudes Creaturarum“ des spanischen Komponisten Javier Busto, ein Auftragswerk zum 75-Jahr-Jubiläum des Windsbacher Knabenchores. Zum Ausklang spannten die Windsbacher einen schönen Bogen von Volks- und Kunstliedern des „Wanderns“.

Thumbnail imageAuf „Wanderschaft“ durch wunderbare Musik konnte sich auch die Tölzer Bevölkerung durch das bunte Rahmenprogramm des von der Stadt Tölz und dem Bayerischen Kulturfond finanzierten Festival begeben. Es begann mit einem begeisternden Open-Air-Konzert mit der Bluesrockband „The Oldschool“, deren Sänger und Saxophonist der ehemalige Regensburger Domspatz Florian Friedl ist. Im Rahmenprogramm an allen vier Festival-Nachmittagen vor dem Winzerer Denkmal in der Marktstraße wirkten dann in den diversen Ensembles auch ehemalige Tölzer Sängerknaben mit, wie etwa der einstige Sopransolist Josef Kronwitter, der heute Leiter der Tölzer Stadtkapelle ist, oder Landrat Josef Niedermaier, der nun die Klarinette in der Stadtkapelle bläst, sowie der Gitarrist „Bodo“ Josef Kloiber. Gemeinsam mit der Stadtkapelle führte der Tölzer Knabenchor zur Eröffnung des Festivals standesgemäß den Tölzer Schützenmarsch auf. Auch die Volksmusikgruppe des Tölzer Knabenchors trat im Rahmenprogramm auf, des Weiteren das Puchheimer Jugendkammerorchester (im Kurhaus), das Ensemble Nebenluft, der Kinderchor der Sing- und Musikschule Bad Tölz, das Trio Heuberger, das Quantare Vokalquartett und Martin Regnat. Alle sorgten für besten Stimmung im öffentlichen Raum der Stadt Tölz. Die ganze Stadt war beim Knabenchorfestival wieder von Musik erfüllt!

Auch die Männerstimmen des Tölzer Knabenchores sorgten mit einer schönen Matinee in der Mühlfeldkirche für eine freudige Stimmung beim Festival. Und im Oktober gab es dann doch einen noch internationalen „Nachschlag“ zum Festival: In einem Sonderkonzert in der Stadtpfarrkirche Tölz war der Trinity Boys Choir aus Großbritannien zu bewundern, ein herausragendes Beispiel für die hohe britische Knabenchorkultur. Zum Ende des Konzertes vereinten sich die englischen mit den Tölzer Goldkehlen: Der Trinity Boys Choir und der Tölzer Knabenchor sangen unter der Leitung von Gerhard Jacobs die Bach-Motette „Singet dem Herrn ein neues Lied“ – quasi auch als Gruß „Auf ein Neues“ Knabenchorfestival Bad Tölz!

Rainer Lepuschitz
24.10.2022
 

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