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Das besondere Jubiläum: 125 Jahre Hans-Sachs-Chor Nürnberg Drucken E-Mail

Chorgeschichte(n): Vom Arbeitergesangverein bis zum Konzertchor

Thumbnail image1891 wurde in Nürnberg unter dem Namen „Arbeitergesangverein Union“ ein Männerchor gegründet. Erklärtes Ziel war es, „Musik und Volkskultur“ zu betreiben und in die arbeitende Volksschicht hineinzutragen. Ein Historiker würde die Gründung des Arbeitergesangvereines einordnen unter „Duldung sozialdemokratischer Initiativen“ nach der endgültigen Aufhebung der Sozialistengesetze unter Kaiser Wilhelm II.. Aus heutiger Sicht mögen uns die damaligen Gründungsmotive befremden, doch der Chor begann zu leben, wie die Chronik zeigt:

1892 Erstes Stiftungsfest mit Concert
1893 Großes Concert
1894 Großes Vokal- und Instrumental-Concert
1895 Große humoristische Faschingsveranstaltung
1895 bis 1909 Jährlich ein großes Vokal- und Instrumental-Concert und eine große Faschingsproduktion

Etwa ab 1910 änderte sich die Programmgestaltung der Konzerte. Man nannte sie Frühjahrskonzert – Herbstkonzert – Liederabend und man brachte unter Mitwirkung des Philharmonischen Orchesters altes Liedgut, umrahmt von klassischer Musik. Bemerkenswert ist, dass am 26.11.1911 erstmals ein „Stuhlkonzert“ stattfand, bei dem während der Darbietung keine Getränke verabreicht wurden und das Rauchen untersagt war. Die Entwicklung vom Männergesangverein zum echten Volkschor folgte der allgemeinen politischen Entwicklung, die 1918 den Frauen das Wahlrecht brachte. 1926 wurde der Chor zum gemischten Chor erweitert, dem Volkschor Hans Sachs.

Im Jahre 1932 fand die kulturelle Arbeit des Chores mit einem Konzert anlässlich des 25. Todestages von Edward Grieg zunächst ihr Ende. Dem Chor wurde während des Nationalsozialismus untersagt, sich weiterhin nach der Machtergreifung Hitlers zu betätigen. Einen Volkschor Hans Sachs, der sich offenbar auf die Ideale der Volksgemeinschaft und der Bodenständigkeit berief – welche die Nazi-Ideologen jedoch für sich reklamierten –, konnte man als Konkurrenten nicht dulden. Das, was den Chor recht eigentlich auszeichnete, nämlich Toleranz, auch religiöse, wurde ihm in der Stadt des „Stürmers“ und der Rassengesetze übel angerechnet. Aber entscheidend war wohl, dass die totalitären Machthaber die Kultur und Freizeit der Bürger unter Kontrolle bringen wollten. Was dann kam, ist bekannt.

Im Jahre 1946 gelang es der treuen Schar verbliebener Sängerinnen und Sänger, den Volkschor Hans-Sachs wieder ins Leben zu rufen. Bis 1968 war es ihm jedoch nur in zwei- bis dreijährigem Turnus möglich, konzertant in einem größeren Rahmen aufzutreten. Die Zahl der aktiven Sängerinnen und Sänger betrug damals 50 bis 60.

Im Frühjahr 1968, einige Monate vor der Aufführung von Haydns Schöpfung, verstarb der langjährige Dirigent Hans Hoffmann aus Fürth. Die bereits weit fortgeschrittene Probenarbeit führte vorübergehend Heinz Prandl, Musikpädagoge am Städtischen Konservatorium, fort. Auf Empfehlung des ehemaligen Chorleiters Dr. Robert Seiler übernahm dann der 28-jährige Wolfgang Riedelbauch, damals Theaterkapellmeister in Regensburg, die letzten Proben und das Dirigat bei der Aufführung.

Wolfgang Riedelbauch hat mit seiner Chor- und Opernerfahrung und als dynamischer Musikwissenschaftler zielstrebig eine große Wandlung vom einst gesellig orientierten „Volkschor Hans Sachs“ zu dem jetzt nahezu ausschließlich künstlerisch ausgerichteten „Hans Sachs-Chor“ bewirkt: Die Zahl der Konzerte erhöhte sich, die Mitgliederzahl stieg auf weit über 200, das Durchschnittsalter der aktiven Mitglieder verringerte sich von 50 auf etwa 35 Jahre. Dieser Aufschwung war das Ergebnis einer umfangreichen Probenarbeit, dem Vermitteln von Musik- und Werkverständnis sowie einer intensiven Stimmbildung und Chorschule. In mehr als 30 Jahren studierte Wolfgang Riedelbauch nahezu alle großen Oratorien mit dem Hans-Sachs-Chor ein – viele davon erstmalig in Nürnberg. Unter seiner Leitung errang der Chor große Anerkennung beim Bemühen um historische Aufführungspraxis von Werken des 17. und 18. Jahrhunderts, aber auch durch Aufführung zeitgenössischer Werke. Herausragende Ereignisse waren die Mitwirkung des Hans-Sachs-Chores bei Schönbergs Moses und Aron in der Nürnberger Oper und die Aufführung der Matthäus-Passion bei der Bachwoche 1999 unter Leitung von Christopher Hogwood in der rekonstruierten Fassung der legendären Wiederaufführung durch Felix Mendelssohn Bartholdy von 1829. Zum Jahresende 1999 beendete Wolfgang Riedelbauch seine über dreißig Jahre währende, erfolgreiche Arbeit als Künstlerischer Leiter des Hans-Sachs-Chores.

Im Jahr 2000 wurde Dr. Julian Christoph Tölle zum neuen Chorleiter gewählt. Neben der Pflege der klassischen Oratorienliteratur sowie zeitgenössischer Musik beschäftigte sich der Chor unter seiner Leitung auch weiterhin intensiv mit der historischen Aufführungspraxis. In der Zeit von 2000 bis 2013 erarbeitete der Hans-Sachs-Chor mit den Nürnberger Symphonikern, der Staatsphilharmonie Nürnberg, dem Kammerorchester Bad Brückenau und Ensemble KONTRASTE zahlreiche oratorische Werke des 20. Jahrhunderts u.a. von Elgar, Strawinsky, Pärt, Britten und Messiaen. Mit den großen Oratorien Bachs und Händels, aber auch mit modernen bzw. selten gespielten Werken erhöhte der Hans-Sachs-Chor unter Julian Tölles Leitung weiter seine Reputation als führender Laienchor Nürnbergs. Beim Deutschen Chorfestival Kassel 2008 des Verbandes Deutscher KonzertChöre fand der HSC im Eröffnungskonzert mit Die letzten Dinge von Louis Spohr ein bundesweites Podium. In Anerkennung ihres Einsatzes für die Musik von Edward Elgar in Deutschland wurden Julian Christoph Tölle und der Hans-Sachs-Chor 2012 vom Nationalen Rat der Elgar Society mit der Verleihung des Certificate of Merit geehrt.

In Tölles Leitungsperiode kam es zu einer verstärkten Zusammenarbeit mit der Staatsoper Nürnberg und dem damaligen Chefdirigenten Prof. Prick: Gurre-Lieder von Arnold Schönberg, die 9. Symphonie von Ludwig van Beethoven, Die Schöpfung von Joseph Haydn – mit einer zusätzlichen Aufführung in der Klosterkirche Münsterschwarzach –, die Symphonien Nr. 2 und Nr. 3 von Gustav Mahler und die Teilnahme am Klassik Open Air im Jahr 2010. Höhepunkte der künstlerischen Arbeit des Messiaen-Spezialisten Julian Tölle mit dem HSC waren das Konzert im Rahmen der Internationalen Orgelwoche 2012 mit Messiaens Trois petites Liturgies und Mozarts Davide Penitente, aber auch die Eröffnungskonzerte des Fränkischen Sommer, der mittlerweile unter der Intendanz Julian Tölles stand. Wegen dieser neuen Verpflichtung beendete Julian Tölle im Jahr 2014 die intensive, erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Hans-Sachs-Chor.

Sein Nachfolger wurde im Sommer 2014 Guido Johannes Rumstadt. Als Kapellmeister am Staatstheater Nürnberg und Ordentlicher Professor für Dirigieren an der Hochschule für Musik Nürnberg bringt er neue Aspekte in die Konzertaktivitäten des Hans-Sachs-Chores, wie beispielsweise die Zusammenarbeit mit dem Hochschulorchester und mit Solisten des Staatstheaters, sowie die Belebung der Sparte A-cappella-Musik. Zahlreiche junge Leute, Lehramtsstudenten und Masterstudenten aus dem Hochschulbereich, unterstützten und unterstützen mit jugendlichem Elan seit 2000 die Probenarbeit der Chorleiter. Die Korrepetition liegt seit Jahren in den erfahrenen Händen von Rita Kaufmann. Die Stimmbildung wird seit etwa fünfzehn Jahren ohne Unterbrechung erfahrenen Profis anvertraut.

An der Seite des Künstlerischen Leiters stehen seit Jahrzehnten verständige und verantwortungsbewusste Vorsitzende des Chores, die einen bedeutenden Anteil an der geschilderten Entwicklung haben:

bis 1961 Karl Witte
1961 bis 1968 Hans Schneider
1968 bis 1970 Gerhard Seitz
1970 bis 1973 Ernst Wegmann
1973 bis 1975 Dr. Gerhard Beißwanger
1975 ­bis 1983 Dietmar Hölzl
1983 bis 1991 Walter Eiblmaier
1991 ­bis 1999 Hannspeter Beßler
1999 bis 2001 Christa Demuß-Luma
2001 bis 2003 Hannspeter Beßler
seit 2003 Michael Langer

Der Hans-Sachs-Chor stellte seit 1968 vielfältige Verbindungen her: So ist er Mitglied im Verband Deutscher KonzertChöre (VDKC), gründete die Arbeitsgemeinschaft Nürnberger Konzertchöre (NKC), arbeitete eng mit dem Bezirk Mittelfranken zusammen, besonders im Hinblick auf die aktive Gestaltung der Regionalpartnerschaft mit dem Limousin, kooperierte intensiv mit der jüdischen Gemeinde in Nürnberg und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Franken, pflegte vielfältige Kontakte zu Industrie und Banken im Rahmen eines Kultursponsoring und hatte über Wolfgang Riedelbauch gemeinsame Aktivitäten mit Musica Franconia, dem Fränkischen Kammerorchester und dem Dehnberger Hof Theater.

Vor ein paar Jahren wurden die vielfältigen Tätigkeitsfelder, die zur Organisation eines großen Chores nötig sind, auf mehrere Schultern verteilt. Zahlreiche Chormitglieder engagieren sich neben dem Singen auf so unterschiedlichen Gebieten wie Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen, Sponsoring, Kartenverkauf, Programmheftgestaltung, Chorzeitung, Notenbeschaffung, Proben-CDs, Probenorganisation, Geselliges und vieles mehr. Sie unterstützen und entlasten die Arbeit der Vorstandschaft und tragen wesentlich zu einem guten Chorklima und zum Gelingen großer Konzerte bei.

Hans-Sachs-Chor, Margit Felscher
19.04.2016

 

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